Innovation und Zukunft – Im Gespräch mit Experten: Vortrag von Prof. Dr. h.c.
Wiesbaden/Rheingau, 28. Oktober 2010 - Das Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE) der EBS und der Hochtechnologiepark MikroFORUM begrüßten am 28. Oktober Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, den Vorsitzenden des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe, eine wahre deutsche Unternehmerlegende.
Prof. Würth, der im letzten Jahr sein 60-jähriges Arbeitsjubiläum feiern durfte, sprach über seinen persönlichen Werdegang, sein Unternehmen und die „Geheimnisse“ seiner Führungskultur. „Wir verbringen die schönste Zeit unseres Lebens im Beruf. Deshalb ist es wichtig, dass der Beruf auch eine kleine hobbyhafte Komponente hat und wir eine Arbeit ausüben, die uns mit Freude erfüllt und die unter angenehmen Bedingungen stattfindet“, so Prof. Würth. Er ließ die 150 anwesenden Gäste daran teilhaben, wie er aus einem Zweimannbetrieb einen weltweit tätigen Handelskonzern und damit den internationalen Marktführer in der Montage- und Befestigungstechnik aufbaute. In seinem einstündigen Vortrag gewährte Prof. Würth Einblicke in die Geschichte des Unternehmens und nannte nicht nur herausragende Zahlen, sondern beeindruckte durch zahlreiche Anekdoten, wie beispielsweise, dass es für ihn quasi einen Urlaubstag darstellt, wenn er selbst noch im Außendienst Kunden besuchen gehen kann. Schmunzeln musste das Auditorium als Prof. Würth erwähnte, dass in dem polypolistischen Markt der Befestigungsmaterialien lediglich gut 5% Marktanteil der Würth-Gruppe zufielen, weshalb in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die verbleibenden 95% angegangen werden können. Dennoch verwies er immer wieder darauf wie wichtig es ist, seinen Mitarbeitern Wertschätzung zuteil werden zu lassen. Dies kann durch die Bereitstellung eines angenehmen Arbeitsplatzes, in modernen, zeitgemäßen Räumlichkeiten ebenso geschehen, wie durch einen offenen und transparenten Führungsstil.
Prof. Würths persönliche Leidenschaft ist die Kunst. Dies schlägt sich im Commitment der Würth-Gruppe zur Kunstförderung nieder und wirkt sich somit nicht nur positiv auf die Entwicklung der jeweiligen Städte durch die Anzahl der Museumsbesucher (wie bspw. in Erstein in Frankreich, La Rioja in Spanien oder Capena in Italien), sondern ebenso auf die Unternehmenskultur aus. Die Kunst fungiert somit als Mittler und bindet die Mitarbeiter noch stärker an ihr Unternehmen.
Am Ende der abschließenden Fragerunde zeigte sich Thomas Hasselbach, Geschäftsführer des Hochtechnologieparks MikroFORUM, davon beeindruckt, dass Prof. Würth mit seinen 75 Jahren noch SMS versendet. Mit den Worten: „Ja nicht nur SMS, auch MMS versende ich regelmäßig“ und einem tosendem Beifall endete der Vortrag. Die sichtlich beeindruckten Gäste, konnten sich beim abschließenden Zusammenkommen bei Wein und kulinarischen Köstlichkeiten untereinander austauschen.
Die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe findet am 25. November statt. Wir begrüßen Prof. Dr. Georg Krausch, den Präsidenten der Universität Mainz, der über innovative Ideen und Technologien im Sinne des Namensgebers der Universität, Johannes Gutenberg, referieren wird. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herrn Johannes Landsperger (johannes.landsperger@ebs.edu).






