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Diversität und Strategieinnovationen in Management-Teams

Das Projekt „Diversität und Strategieinnovationen in Management-Teams“ wird von der Peter-Curtius Stiftung gefördert.

 

Innovationen sind für Unternehmen, die in dem gegenwärtig in vielen Bran- chen vorherrschenden dynamischen Wettbewerb erfolgreich bestehen wollen, heute wichtiger denn je. Gefragt sind nicht nur Neuerungen bei Produkten, Dienstleistungen und Prozessen, sondern auch bei Strukturen, Systemen und Strategien.

 

Zunehmend wird in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Teamarbeit bei der Unternehmensführung betont, die eine Antwort auf die Herausforde- rungen durch Internationalisierung, Aufgaben- und Organisationskomplexität, interorganisationale Kooperationen und dynamische Wettbewerbsumfelder ist. Allerdings ist noch nicht hinreichend geklärt, welche Erfolgsbeiträge dabei letztendlich der Person bzw. den Personen an der Spitze der Unternehmung zugeschrieben werden können. Fragen nach dem Stellenwert bestimmter Persönlichkeitsmerkmale und der Zusammensetzung des Management-Teams sind ebenfalls noch offen.

Untersuchungsgegenstand

Der Begriff „Diversity“ bzw. „Diversität“ bezeichnet die Verschiedenheit oder Heterogenität von Personen einer Gruppe, die sich in verschiedensten sichtba- ren (wie z.B. Geschlecht und Alter) oder unsichtbaren Merkmalen (wie z.B. Ausbildung und Dauer der Unternehmenszugehörigkeit) ausprägen kann.

 

Folgende Fragen stehen z.B. im Zentrum des Projektes:

Stand der Forschung

Wie und unter welchen Umständen Diversität ihr positives Potential entfalten kann, wird aktuell untersucht und kontrovers diskutiert. Zielgerichtete Gestaltungsempfehlungen zur Auflösung dieses Spannungsfelds stehen bisher noch aus. Somit fehlt die Basis für ein fundiertes Konzept des Diversity Management, das die positiven Wirkungen der Diversität gezielt fördern und in und in strategische Innovationen und Unternehmensperformance umsetzen kann.

Forschungsansatz

Die bislang zu dem Themenfeld Diversität und Innovation von Teams vorlie- genden Erkenntnisse stützen sich vornehmlich auf empirische Untersuchun- gen. Die dabei erzielten Ergebnisse sind allerdings mehrdeutig oder sogar widersprüchlich und damit für Gestaltungsempfehlungen kaum hilfreich.

 

Um eine erweiterte Perspektive auf Strategieinnovationen zu eröffnen, werden zusätzlich zu den in der Literatur vorhandenen empirischen Studien über die Auswirkungen von Diversität in Teams verschiedene Theorieperspektiven aus der Lerntheorie, der Strategieforschung, der sozialen Netzwerktheorie und der Komplexitätstheorie herangezogen. Dieses theoriegeleitete Vorgehen wird durch eine agentenbasierte Simulation ergänzt. Hierzu werden als relevant identifizierte Problemgrößen in ein computergestütztes Simulationsmodell eingebracht, um die Untersuchung der dynamischen Effekte von Diversität
zu unterstützen.

Zielsetzung und Vorgehen

Das Ziel des Forschungsprojektes ist, die Rolle von kognitiver Diversität bei der Entstehung von Strategieinnovationen in Management-Teams einer um- fassenden Erklärung zugänglich zu machen. Es soll ein integrierter Ansatz des Diversity-Managements für Führungsteams entwickelt werden, der zur Gestaltung des Innovationspotentials beitragen kann.

 

Die Vorgehensweise gliedert sich in acht Arbeitspakete: