Der Best-Paper-Award Innovation Management 2010
Am 30. Juni 2010 ist an der EBS Business School nun bereits zum fünften Mal der Best-Paper-Award Innovation Management verliehen worden. Der Award geht auf eine gemeinsame Initiative des Strascheg Institute for Innovation & Entrepreneurship und des MikroFORUM Hochtechnologieparks zurück, durch welche die herausragenden Arbeiten von Forschern, die sich dem Thema des Innovationsmanagements angenommen haben, besondere Wertschätzung erfahren sollen.
Die Forschungsdirektorin für Innovationsmanagement, Dr. Gordana Kierans, führte durch den Tag und eröffnete die Veranstaltung mit einem Willkommensgruß an die Präsentatoren, die Jurymitglieder, bestehend aus dem Schirmherren, Herrn Christian Schmahl – Finance Director der Deutschen Telekom AG, Professoren der EBS Business School sowie hochrangigen Wirtschaftsvertretern der Unterstützer des Awards, sowie an alle Gäste, die es sich – trotz des herrlichen Wetters – nicht nehmen ließen, der Einladung zu folgen, um einigen spannende Vorträge von Spitzenforschern Ihres Feldes zu lauschen.
Dr. Gordana Kierans - Forschungsdirektorin Innovationsmanagement
Im Grußwort unterstrichen die Initiatoren, Professor Peter Russo (Leiter des Strascheg Instituts) sowie Thomas Hasselbach (Geschäftsführer des Hochtechnologieparks MikroFORUM), wie außerordentlich gut sich der Award in der wissenschaftlichen Community zu etablieren beginnt, was sich sowohl in der Qualität wie auch an der Quantität der eingereichten Arbeiten widerspiegelt.
Den Anfang der Vortragsreihe machte Herr Matthias Weiss von der WHU – Otto Beisheim School for Management, der das von ihm mitverfasste Paper „Making Virtue of Necessity: The Role of Team Climate for Innovation in Resource-Constrained Innovation Projects“ vorstellte, das im Journal for Product Innovation Management veröffentlicht werden wird. Im Anschluss daran erläuterte die einzige weibliche Präsentatorin des Nachmittags, Professor Vareska van de Vrande der Rotterdam School of Management, wie wichtig die externe Wissensbeschaffung für die Entwicklung junger Unternehmen ist und dass es daher auch bedeutsam ist, dass Unternehmen Methoden und Richtlinien im Unternehmen etablieren, die eine effiziente Einbeziehung externer Technologien ermöglichen. Das von ihr und zwei weiteren Co-Autoren verfasste Paper “External Technology Sourcing: The Effect of Uncertrainty on Governance Mode Choice“ erschien im Journal of Business Vernturing.
Im dritten Vortrag des Nachmittags erklärte Prof. Juan-José Ganuza der Universitat Pompeu Fabra Barcelona weshalb in der pharmazeutischen Industrie inkrementelle Innovationen radikalen oftmals vorgezogen werden und wie durch die öffentliche Hand eine intensivierte Innovationsorientierung gefördert werden könne. Sein mit zwei Co-Autoren verfasstes Paper „R&D in the Pharmaceutical Industry: A World of Small Innovations“ wurde 2009 im Journal Management Science veröffentlicht.
Nach einer ersten Pause mit Kaffee & Kuchen, in der die Besucher mit den Forschern wie auch den Jurymitgliedern in den Dialog treten konnten, ging es mit Prof. Marco Giarratana der Universidad Carlos III aus Madrid, spannend wie unterhaltsam weiter. Das von ihm mitverfasste Paper „Masters of War: Rivals' Product Innovation and New Advertising in Mature Product Markets“ wurde ebenfalls im Management Science veröffentlicht und untersuchte am Beispiel der Getränkehersteller Coca-Cola und Pepsi wie sich Produktinnovationen und Marketingmaßnahmen konkurrierender Unternehmen in gesättigten Märkten auf den Firmenwert dieser Unternehmen auswirken.
Dr. Oliver Alexy der Imperial College Business School London präsentierte sodann das Paper “Does IP Strategy Have to Cripple Open Innovation?”, das im MIT Sloan Management Review erschien. In diesem gingen er und seine beiden Co-Autoren der Frage nach, wie die scheinbar gegensätzlichen Perspektiven von Open Innovation und die IP-Strategie der beteiligten Partner unter einen Hut gebracht werden können.
Den abschließenden Vortrag hielt Herr Dr. Daniel Küpper - RWTH Aachen, der als einziger Teilnehmer mit seiner Dissertationsschrift ins Finale einziehen konnte. In seiner Arbeit untersuchte er die „Erfolgswirkung von Effectuation im Kontext von F&E-Projekten“ auf empirischer Basis.
In der anschließenden etwas längeren Pause konnten sich Gäste wie Präsentatoren erneut etwas stärken, die Jury jedoch zog sich zur Beratung zurück. Bei der daraufhin folgenden Preisverleihung freuten sich
- Dr. Oliver Alexy, Imperial College Business School London, über den ersten Platz,
- Matthias Weiss, WHU – Otto-Beisheim School of Management, über Platz zwei
- und Professor Dr. Juan-José Ganuza, Universitat Pompeu Fabra Barcelona, über den dritten Platz,
die respektive mit 2.500, 1.500 und 1.000 Euro dotiert waren. Den vierten Platz teilten sich die weiteren Finalisten. Prof. Russo wie auch Herr Schmahl und Herr Hasselbach, die die Urkunden- und Scheckübergabe übernahmen, betonten wie knapp das Ergebnis in diesem Jahr ausfiel und wie hervorragend alle sechs Vorträge wie auch die den Vorträgen zugrundeliegenden Arbeiten waren.
v.l.: Dr. Daniel Küpper, Thomas Hasselbach, Christian Schmahl, Prof. Peter Russo, Prof. Vareska Van de Vrande, Prof. Marco Giarratana
Platz drei ging an Prof. Juan-José Ganuza der Universitat Pompeu Fabra
Den zweiten Platz eroberte Matthias Weiss der WHU - Otto Beisheim School for Management
Den ersten Platz erreicht Dr. Oliver Alexy der Imperial College Business School, London
Das Finale des Events stellte die Festrede des Schirmherrn Christian Schmahl dar, dessen Vortrag über „Different Perspectives – How Modern Media Changes our Perceptions” das Auditorium – wie schon im Vorjahr – fesselte, die Zuhörer mitunter aber auch zum Nachdenken anregte. Die Rede können Sie hier herunterladen.
Die rundum stimmige Veranstaltung klang mit einem Sektempfang aus, bei dem die Finalisten gefeiert wurden und bei dem der intensive Dialog zwischen Forschern, Nachwuchstalenten und Praktikern im Vordergrund stand.



















